Vereinbarkeit dank Au-Pair

27/5/2022
Eltern

Lisa, die Mama zweier zauberhafter Mädels und Augenärztin, war schon vor der Geburt ihrer Kids klar, dass sie schnellstmöglich wieder in den Beruf zurück möchte. Wie sie das mit den Kids hinbekommt und welche Tipps sie für den Besuch beim Augenarzt hat, lest selbst ⬇️.  

Lisa, wir finden es mega wie Du es scheinbar ganz entspannt hinbekommst Deine Liebe zum Job und zu den Kids zu verbinden. Aber Hand aufs Herz - wird es auch bei Dir manchmal hektisch?

Ja natürlich. Mein Leben ist eigentlich die meiste Zeit ziemlich straff durchorganisiert. Solange alles funktioniert ist das aber auch kein Problem für mich 😉

Ihr organisiert euch als Familie mit den Kids gemeinsam mit einem Au-Pair zuhause. Kannst Du das für andere Familien auch empfehlen?

Wir hatten mit unseren Au-Pairs bisher sehr großes Glück. Dieses Jahr kommt das Dritte. Alle aus dem gleichen Land und alle kennen sich über mehrere Ecken. Für die Kinder macht es das deutlich leichter sich an ein neues Au-Pair zu gewöhnen. Unser Erstes ist in unserer Nähe geblieben und macht hier eine Ausbildung. So ist es nicht von einem auf den anderen Tag aus dem Leben der Kinder verschwunden. Es besucht uns immer noch regelmäßig und die Mädels genießen den regelmäßigen Kontakt. Bisher war es immer so, dass unsere Au-Pairs sich nach dem Abendessen und an den Wochenenden zurückgezogen haben, um „ihr Ding“ zu machen. Und so blieb auch immer genug Zeit für uns vier. Eine generelle Empfehlung ist schwierig. Wie gesagt, wir hatten bisher auch viel Glück. Auf der einen Seite hat man eine gut bezahlbare Kinderbetreuung, die maximal flexibel ist. Auf der anderen Seite ist sie nicht professionell ausgebildet und verbringt viel Zeit in und mit der Familie. Es muss am Ende immer jede Familie selber für sich abwägen wie und ob das Konzept für sie Sinn macht. Entscheiden sie sich dagegen, gibts ja zum Glück ja bald euch 😉

Legst Du als Mom mit dem Wissen der Augenärztin besonderen Wert auf regelmäßige Kontrollen bei Deinen Mädels? Und kannst du sagen, ab wann es Sinn macht, seine Kinder mal beim Augenarzt untersuchen zu lassen?

Selbstverständlich habe ich die Augen meiner Kinder immer Blick😉.
Ist alles unauffällig und in der Familie nichts bekannt, reicht es sicher, wenn man um das erste Lebensjahr das erste Mal zum Augenarzt geht. Dann sollten jährlich Kontrollen beim Augenarzt/-ärztin erfolgen. Die ersten sechs Jahre sind eine sehr sensitive Phase der Sehentwicklung. Was man in diesen sechs Lebensjahren verpasst, lässt sich in aller Regel später nicht mehr nachholen.

Du behandelst in deiner Praxis ja viele Kinder - gibt es Kriterien, die man als Eltern bei der Auswahl des richtigen Augenarztes aus Deiner Sicht beachten kann?  

Ein Screening bei Kindern ist für einen geübten Ophthalmologen kein Hexenwerk. Man muss ein Gespür für Kinder haben und ein wenig Geduld mitbringen. Das würde ich allerdings den meisten meiner niedergelassenen Kollegen zuschreiben😉Sicher ist es kein Nachteil, wenn der behandelnde Augenarzt/ die behandelnde Augenärztin selber auch Kinder hat.

Und kann man Augenunfälle bei den Kleinen irgendwie vermeiden? Oder steckt man da nicht drin und sollte einfach schnellstmöglich den Profi mal drauf schauen lassen?

Ich übe den Beruf schon seit über einem Jahrzehnt aus und da habe ich natürlich schon allerhand Augenverletzungen gesehen. Viele sind vermeidbar, einige wenige hätte man nicht vorhersehen können und sind vermutlich manchmal unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn. Generell achte ich bei meinen Kindern sehr darauf, dass sie nicht mit einem Stock in der Hand rennen oder klettern, keine schweren oder spitzen Sachen, wie Steine oder Murmeln werfen und Messer und Scheren außer Reichweite der Kinder aufbewahrt werden. Sind sie größer sollten sie wissen, dass man Messer und Scheren in der geschlossenen Hand gehend mit der Spitze nach unten zeigend transportiert. Außerdem bin ich kein großer Fan von allen Arten von Gummigeschossen. Bei allem was sich nicht vermeiden lässt, weil es von Opa oder der coolen Tante geschenkt wurde, kann man immer den richtigen Umgang zeigen und aufklären, was passieren kann, wenn dieser oder jener Fall eintreten würde.
Kurz: Vorsicht ist besser als Nachsicht und Aufklärung kann Unfälle vermeiden.

Und Last but not least - was ist Dir bei der Erziehung Deiner Mädels besonders wichtig?

Ich möchte sie zu freien, unabhängigen und selbstbewussten Frauen erziehen, die nicht davor zurückschrecken anzupacken und sich für andere und sich selbst einzusetzen.

Danke, liebe Lisa, für die vielen praktischen Tipps und Inspirationen!

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